Solaranlage Kostenrechner
Kostenloser Solaranlage Kostenrechner. Berechnen Sie installierte PV-Kosten aus monatlichem kWh-Verbrauch, Sonnenstunden und €/W. Mit 0% MwSt. und §3 Nr. 72 EStG. Daten 2026 von Bundesnetzagentur und Verbraucherzentrale.
Solaranlage Kostenrechner
So nutzen Sie den Rechner
Der Rechner wandelt Ihren echten Stromverbrauch in eine kWp-Anlagengröße um und berechnet die Kosten zum deutschen Marktpreis. Fünf Eingaben:
- Monatlicher Stromverbrauch (kWh) — aus Ihrer Stromrechnung des Vorjahres ablesen. Der durchschnittliche deutsche Haushalt verbraucht laut Bundesnetzagentur 2.900 kWh/Jahr (Zwei-Personen-Haushalt) bis 4.500 kWh/Jahr (Vier-Personen-Haushalt mit Wärmepumpe). Mit Wärmepumpe addieren Sie 2.500 bis 5.500 kWh/Jahr; mit Elektroauto 2.500 bis 4.000 kWh/Jahr.
- Deckungsgrad (%) — 100% bedeutet eine Anlage, die Ihren Jahresverbrauch deckt. Bei niedriger Einspeisevergütung (8,03 ct/kWh) und hohem Strompreis (36 ct/kWh) lohnt sich Eigenverbrauch viel mehr als Volleinspeisung. Mit Speicher und Wärmepumpe sind 120 bis 150% sinnvoll, ohne Speicher 80 bis 100%.
- Sonnenstunden pro Tag — DWD und Fraunhofer ISE Jahresmittelwerte: Hamburg 2,5, Berlin 2,7, München 3,0, Köln 2,7, Frankfurt 2,8, Stuttgart 2,9, Freiburg 3,1. Süddeutschland produziert ca. 15-20% mehr als Norddeutschland bei gleicher Anlage.
- Installationskosten pro Watt — der schlüsselfertige Komplettpreis inkl. 0% MwSt., Zähler, Inbetriebnahme. Median 2026 laut Verbraucherzentrale liegt bei 1,60 €/W bei 5-10 kWp Anlagen, 1,40 €/W bei 10-15 kWp. Setzen Sie Ihren tatsächlichen Angebotspreis ein.
- Förderung / 0% MwSt. (%) — auf 0 lassen, da der Nullsteuersatz bereits im Anlagenpreis enthalten ist. Bei Speicherzuschuss aus Bayern (10%), Berlin (15% mit SolarPLUS) oder NRW (progres.nrw) entsprechenden Prozentwert eingeben.
So funktioniert die Berechnung
jahres_zielverbrauch_kWh = monatliche_kWh × 12 × (deckungsgrad% / 100)
anlagengroesse_kWp = jahres_zielverbrauch_kWh / (sonnenstunden × 365 × 0,78)
bruttokosten = anlagengroesse_kWp × 1000 × €/W
nettokosten = bruttokosten × (1 - foerderung% / 100)
spanne_niedrig/hoch = bruttokosten × 0,85 / 1,15
Der Faktor 0,78 berücksichtigt Wechselrichter-Wirkungsgrad (97%), Verkabelungsverluste (2-3%), Verschattung (4-6%) und Temperaturkoeffizienten — entspricht der VDI 6002-Methodik und dem PVGIS-SARAH3 Standardansatz.
Beispielrechnung für ein Münchner Einfamilienhaus mit 4.000 kWh Jahresverbrauch:
- Jahresziel: 4.000 × 1,0 = 4.000 kWh
- Anlagengröße: 4.000 / (3,0 × 365 × 0,78) = 4,69 kWp
- Bruttokosten bei 1,60 €/W: 4.690 × 1,60 € = 7.504 €
- Spanne: 6.378 € bis 8.630 €
Photovoltaik-Kosten nach Bundesland (2026)
Solarwirtschaft (BSW Solar) und Verbraucherzentrale Marktbeobachtung 2025, Median schlüsselfertig inkl. 0% MwSt:
| Bundesland | €/W | 8 kWp typisch | 10 kWp typisch |
|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | 1,55 € | 12.400 € | 15.500 € |
| Bayern | 1,55 € | 12.400 € | 15.500 € |
| Hessen | 1,60 € | 12.800 € | 16.000 € |
| NRW | 1,60 € | 12.800 € | 16.000 € |
| Niedersachsen | 1,60 € | 12.800 € | 16.000 € |
| Berlin | 1,70 € | 13.600 € | 17.000 € |
| Brandenburg | 1,65 € | 13.200 € | 16.500 € |
| Hamburg | 1,70 € | 13.600 € | 17.000 € |
| Schleswig-Holstein | 1,65 € | 13.200 € | 16.500 € |
| Sachsen | 1,55 € | 12.400 € | 15.500 € |
Quellen: BSW Solar Marktreport H2 2025, Verbraucherzentrale Bundesverband PV-Preisindex Q4 2025, Heizungsfinder Marktscan.
Was ist im €/W enthalten und was nicht
Ein typisches schlüsselfertiges Angebot zu 1,60 €/W enthält:
- Tier-1 Module (Q CELLS Q.PEAK DUO, Trina Vertex S, Longi Hi-MO 7, Meyer Burger Glass)
- Wechselrichter (SMA, Fronius, Kostal, Huawei SUN2000)
- VDE-AR-N 4105 konforme Netzkupplung
- DGS-Montagesystem (K2 Systems, Schletter, IBC) für Schräg- oder Flachdach
- DC-Verkabelung, AC-Anschluss, Generatoranschlusskasten
- Marktstammdatenregister-Anmeldung und Netzbetreiberanmeldung
- Inbetriebnahmeprotokoll mit Übergabe an Energieversorger
- 25 Jahre Modulgarantie, 10-12 Jahre Wechselrichter, 2 Jahre Ausführung
Was nicht enthalten ist:
- Zählerschrank-Erweiterung auf TAB 2019 — 800 € bis 2.500 € (häufig bei Häusern vor 1995)
- Hauptanschlusskasten-Tausch — 500 € bis 1.500 €
- Speicher — 7.500 € bis 11.000 € für 10 kWh (BYD, Sonnen, E3DC)
- Notstromfähigkeit mit Inselbetrieb — zusätzlich 1.000 € bis 2.500 €
- Wallbox (KfW 442 ausgelaufen) — 1.500 € bis 3.500 € installiert
- Gerüst bei Mehrfamilienhäusern — 800 € bis 2.500 €
EEG-Vergütung und Eigenverbrauch im Vergleich (2026)
Bei einem Strompreis von 36 ct/kWh (Verivox Bundesdurchschnitt 2026) und einer EEG-Vergütung von 8,03 ct/kWh ist jede selbst verbrauchte kWh viermal so viel wert wie eine eingespeiste kWh. Optimale Strategie:
- Anlage so groß wie sinnvoll, um Eigenverbrauchspotenzial zu maximieren
- Speicher mit 0,7 bis 1,0 kWh pro 1 kWp PV-Leistung
- Wärmepumpe und Wallbox am PV-Eigenverbrauch ausrichten (SG-Ready, EEBUS)
- Ohne Speicher liegt Eigenverbrauchsquote bei 25-35%, mit 10 kWh Speicher bei 65-80%
Damit erreichen Familienhausanlagen typischerweise eine Amortisationszeit von 9-12 Jahren bei Renditen von 5-7% nach Steuer.
Kombinieren Sie das mit dem Amortisationsrechner, ROI-Rechner und Ersparnis-Rechner
Die Kosten zeigen Ihnen die Anfangsinvestition; die Amortisation zeigt den Break-even-Zeitpunkt; ROI zeigt die Gesamtrendite; die Ersparnis zeigt den Jahreszahlungsfluss. Berechnen Sie alle vier Werte mit denselben Eingaben, bevor Sie einen Vertrag unterschreiben.
Quellen
- Bundesnetzagentur EEG-Vergütungssätze — aktuelle Einspeisetarife
- Verbraucherzentrale Photovoltaik-Preisindex — Marktpreise und Anbietervergleich
- Solarwirtschaft (BSW Solar) Marktreport 2025 — Branchendaten
- §12 Abs. 3 UStG (BMF-Schreiben) — Nullsteuersatz für PV
- §3 Nr. 72 EStG — Einkommensteuerbefreiung
- KfW-Programm 270 — Erneuerbare Energien Standard
- DWD Globalstrahlungskarte — Sonnenstunden je Region
- Heizungsfinder PV-Kostencheck — Kosten-Benchmarks