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Solaranlage Kostenrechner

Kostenloser Solaranlage Kostenrechner. Berechnen Sie installierte PV-Kosten aus monatlichem kWh-Verbrauch, Sonnenstunden und €/W. Mit 0% MwSt. und §3 Nr. 72 EStG. Daten 2026 von Bundesnetzagentur und Verbraucherzentrale.

Solaranlage Kostenrechner

Anlagengröße
4,37 kW
Bruttokosten
6.985 €
Nettokosten nach Förderung
6.985 €
Typischer Bereich
5.937 € – 8.033 €
Im Mittel (1,60 €/W)
Kosten pro kWp: 1.600 €/kW

So nutzen Sie den Rechner

Der Rechner wandelt Ihren echten Stromverbrauch in eine kWp-Anlagengröße um und berechnet die Kosten zum deutschen Marktpreis. Fünf Eingaben:

  1. Monatlicher Stromverbrauch (kWh) — aus Ihrer Stromrechnung des Vorjahres ablesen. Der durchschnittliche deutsche Haushalt verbraucht laut Bundesnetzagentur 2.900 kWh/Jahr (Zwei-Personen-Haushalt) bis 4.500 kWh/Jahr (Vier-Personen-Haushalt mit Wärmepumpe). Mit Wärmepumpe addieren Sie 2.500 bis 5.500 kWh/Jahr; mit Elektroauto 2.500 bis 4.000 kWh/Jahr.
  2. Deckungsgrad (%) — 100% bedeutet eine Anlage, die Ihren Jahresverbrauch deckt. Bei niedriger Einspeisevergütung (8,03 ct/kWh) und hohem Strompreis (36 ct/kWh) lohnt sich Eigenverbrauch viel mehr als Volleinspeisung. Mit Speicher und Wärmepumpe sind 120 bis 150% sinnvoll, ohne Speicher 80 bis 100%.
  3. Sonnenstunden pro Tag — DWD und Fraunhofer ISE Jahresmittelwerte: Hamburg 2,5, Berlin 2,7, München 3,0, Köln 2,7, Frankfurt 2,8, Stuttgart 2,9, Freiburg 3,1. Süddeutschland produziert ca. 15-20% mehr als Norddeutschland bei gleicher Anlage.
  4. Installationskosten pro Watt — der schlüsselfertige Komplettpreis inkl. 0% MwSt., Zähler, Inbetriebnahme. Median 2026 laut Verbraucherzentrale liegt bei 1,60 €/W bei 5-10 kWp Anlagen, 1,40 €/W bei 10-15 kWp. Setzen Sie Ihren tatsächlichen Angebotspreis ein.
  5. Förderung / 0% MwSt. (%) — auf 0 lassen, da der Nullsteuersatz bereits im Anlagenpreis enthalten ist. Bei Speicherzuschuss aus Bayern (10%), Berlin (15% mit SolarPLUS) oder NRW (progres.nrw) entsprechenden Prozentwert eingeben.

So funktioniert die Berechnung

jahres_zielverbrauch_kWh = monatliche_kWh × 12 × (deckungsgrad% / 100)
anlagengroesse_kWp        = jahres_zielverbrauch_kWh / (sonnenstunden × 365 × 0,78)
bruttokosten              = anlagengroesse_kWp × 1000 × €/W
nettokosten               = bruttokosten × (1 - foerderung% / 100)
spanne_niedrig/hoch       = bruttokosten × 0,85 / 1,15

Der Faktor 0,78 berücksichtigt Wechselrichter-Wirkungsgrad (97%), Verkabelungsverluste (2-3%), Verschattung (4-6%) und Temperaturkoeffizienten — entspricht der VDI 6002-Methodik und dem PVGIS-SARAH3 Standardansatz.

Beispielrechnung für ein Münchner Einfamilienhaus mit 4.000 kWh Jahresverbrauch:

  • Jahresziel: 4.000 × 1,0 = 4.000 kWh
  • Anlagengröße: 4.000 / (3,0 × 365 × 0,78) = 4,69 kWp
  • Bruttokosten bei 1,60 €/W: 4.690 × 1,60 € = 7.504 €
  • Spanne: 6.378 € bis 8.630 €

Photovoltaik-Kosten nach Bundesland (2026)

Solarwirtschaft (BSW Solar) und Verbraucherzentrale Marktbeobachtung 2025, Median schlüsselfertig inkl. 0% MwSt:

Bundesland€/W8 kWp typisch10 kWp typisch
Baden-Württemberg1,55 €12.400 €15.500 €
Bayern1,55 €12.400 €15.500 €
Hessen1,60 €12.800 €16.000 €
NRW1,60 €12.800 €16.000 €
Niedersachsen1,60 €12.800 €16.000 €
Berlin1,70 €13.600 €17.000 €
Brandenburg1,65 €13.200 €16.500 €
Hamburg1,70 €13.600 €17.000 €
Schleswig-Holstein1,65 €13.200 €16.500 €
Sachsen1,55 €12.400 €15.500 €

Quellen: BSW Solar Marktreport H2 2025, Verbraucherzentrale Bundesverband PV-Preisindex Q4 2025, Heizungsfinder Marktscan.

Was ist im €/W enthalten und was nicht

Ein typisches schlüsselfertiges Angebot zu 1,60 €/W enthält:

  • Tier-1 Module (Q CELLS Q.PEAK DUO, Trina Vertex S, Longi Hi-MO 7, Meyer Burger Glass)
  • Wechselrichter (SMA, Fronius, Kostal, Huawei SUN2000)
  • VDE-AR-N 4105 konforme Netzkupplung
  • DGS-Montagesystem (K2 Systems, Schletter, IBC) für Schräg- oder Flachdach
  • DC-Verkabelung, AC-Anschluss, Generatoranschlusskasten
  • Marktstammdatenregister-Anmeldung und Netzbetreiberanmeldung
  • Inbetriebnahmeprotokoll mit Übergabe an Energieversorger
  • 25 Jahre Modulgarantie, 10-12 Jahre Wechselrichter, 2 Jahre Ausführung

Was nicht enthalten ist:

  • Zählerschrank-Erweiterung auf TAB 2019 — 800 € bis 2.500 € (häufig bei Häusern vor 1995)
  • Hauptanschlusskasten-Tausch — 500 € bis 1.500 €
  • Speicher — 7.500 € bis 11.000 € für 10 kWh (BYD, Sonnen, E3DC)
  • Notstromfähigkeit mit Inselbetrieb — zusätzlich 1.000 € bis 2.500 €
  • Wallbox (KfW 442 ausgelaufen) — 1.500 € bis 3.500 € installiert
  • Gerüst bei Mehrfamilienhäusern — 800 € bis 2.500 €

EEG-Vergütung und Eigenverbrauch im Vergleich (2026)

Bei einem Strompreis von 36 ct/kWh (Verivox Bundesdurchschnitt 2026) und einer EEG-Vergütung von 8,03 ct/kWh ist jede selbst verbrauchte kWh viermal so viel wert wie eine eingespeiste kWh. Optimale Strategie:

  1. Anlage so groß wie sinnvoll, um Eigenverbrauchspotenzial zu maximieren
  2. Speicher mit 0,7 bis 1,0 kWh pro 1 kWp PV-Leistung
  3. Wärmepumpe und Wallbox am PV-Eigenverbrauch ausrichten (SG-Ready, EEBUS)
  4. Ohne Speicher liegt Eigenverbrauchsquote bei 25-35%, mit 10 kWh Speicher bei 65-80%

Damit erreichen Familienhausanlagen typischerweise eine Amortisationszeit von 9-12 Jahren bei Renditen von 5-7% nach Steuer.

Kombinieren Sie das mit dem Amortisationsrechner, ROI-Rechner und Ersparnis-Rechner

Die Kosten zeigen Ihnen die Anfangsinvestition; die Amortisation zeigt den Break-even-Zeitpunkt; ROI zeigt die Gesamtrendite; die Ersparnis zeigt den Jahreszahlungsfluss. Berechnen Sie alle vier Werte mit denselben Eingaben, bevor Sie einen Vertrag unterschreiben.

Quellen

Häufig gestellte Fragen

Was kostet eine Photovoltaikanlage 2026 in Deutschland?
Der Medianpreis für 2026 liegt bei etwa 1.600 €/kWp brutto inklusive 0% Mehrwertsteuer für Wohnanlagen unter 30 kWp gemäß §12 Abs. 3 UStG. Eine typische 8 kWp-Anlage kostet 12.000 € bis 14.500 € schlüsselfertig, eine 10 kWp-Anlage 14.500 € bis 17.500 €. Daten stammen aus dem Verbraucherzentrale Bundesverband Photovoltaik-Preisindex und Solarwirtschaft (BSW Solar) Marktreport 2025. Mit Speicher (10 kWh BYD HVM oder Sonnen eco) zusätzlich 7.500 € bis 11.000 €.
Gilt die 0% Mehrwertsteuer auf PV-Anlagen 2026 weiterhin?
Ja. §12 Abs. 3 UStG (Jahressteuergesetz 2022) erlaubt einen Nullsteuersatz für Lieferung und Installation von PV-Anlagen bis 30 kWp auf oder in der Nähe von Wohngebäuden, öffentlichen oder gemeinnützigen Gebäuden. Der Nullsatz gilt unbefristet (keine Sunset-Klausel) und wurde im Januar 2025 durch das Wachstumschancengesetz bestätigt. Wichtig: Anlagen über 30 kWp unterliegen weiterhin dem Regelsteuersatz von 19% — bei Familienhäusern selten relevant.
Wie hoch ist die EEG-Einspeisevergütung 2026?
Die EEG-Vergütung für Volleinspeisung 2026 beträgt 12,87 ct/kWh für Anlagen bis 10 kWp und 10,79 ct/kWh für Anlagenanteile zwischen 10 und 40 kWp (§48 EEG, halbjährliche Degression von 1%). Bei Überschusseinspeisung 8,03 ct/kWh bis 10 kWp und 6,95 ct/kWh bis 40 kWp. Die Vergütung ist 20 Jahre garantiert ab Inbetriebnahme. Die Sätze sind seit 1. Januar 2024 stabil — frühere monatliche Degression wurde gestrichen.
Welche Förderungen gibt es 2026 für Photovoltaik?
Aktuelle Förderprogramme: KfW-Programm 270 (zinsgünstiger Kredit bis 100% der Investition, ab etwa 4,5% effektiver Jahreszins), Bayern Pikko-Speicher (10% Zuschuss bis 3.200 €), Berliner SolarPLUS (15% Zuschuss bis 15.000 € für Mietshäuser), Hessen PV-Förderung (bis 800 € Zuschuss), NRW progres.nrw Speicher (max. 600 €), Sachsen Energiefonds. KfW 442 (Solarstrom für Elektroautos bis 9.600 €) wurde 2024 ausgeschöpft und ist geschlossen. Die Mehrheit der Bundesländer fördert primär Speicher, nicht PV-Module.
Was bedeutet §3 Nr. 72 EStG für PV-Anlagen?
§3 Nr. 72 EStG (Jahressteuergesetz 2022) befreit Einnahmen und Entnahmen aus PV-Anlagen bis 30 kWp auf Einfamilienhäusern und 15 kWp pro Wohneinheit in Mehrfamilienhäusern vollständig von der Einkommensteuer. Sie müssen weder Einnahmen noch Eigenverbrauch deklarieren, keine Anlage EÜR mehr abgeben, und keine Gewinnermittlung führen. Dies gilt rückwirkend ab 1. Januar 2022 und macht typische Familienhausanlagen einkommensteuerlich vollständig steuerfrei.

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