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Solar Stromkosten-Ersparnis-Rechner (Deutschland)

Berechnen Sie Ihre jährliche Stromkosten-Ersparnis durch Photovoltaik in Deutschland. EEG §48 Einspeisevergütung, Eigenverbrauch, KfW-Förderung und Stromsteuer berücksichtigt.

Stromkosten-Ersparnis durch Solar (Eigenverbrauch + Einspeisung)

Rechnung ohne PV
1.250 €
Rechnung mit PV
181 €
Jährliche Ersparnis
1.069 €
Rechnungs-Reduktion
85.5%
So funktioniert die Rechnung
Jahresertrag: 6,071 kWh
Jährlicher Netzbezug: 1,375 kWh · Jährliche Einspeisung: 3,946 kWh
Rechnung ohne PV: 1.250 € → Rechnung mit PV: 181 €

So funktioniert der Rechner

Der Solar Stromkosten-Ersparnis-Rechner ermittelt Ihre jährliche Einsparung durch eine Photovoltaikanlage im deutschen EEG-Modell. Er unterscheidet die beiden Wertströme:

  • Eigenverbrauch — kWh, die Ihr Haushalt direkt aus der PV-Anlage bezieht und dadurch teuren Netzbezug vermeidet (35,7 ct/kWh durchschnittlicher Strompreis Februar 2026 laut BDEW).
  • EEG-Überschusseinspeisung — kWh, die ins Netz fließen und nach EEG §48 vergütet werden (7,86 ct/kWh für Anlagen ≤10 kWp, gültig ab Februar 2026).

Geben Sie sieben Werte ein und der Rechner liefert Jahresertrag, Netzbezug, Einspeisemenge, Stromrechnung ohne PV, Stromrechnung mit PV, jährliche Ersparnis in Euro und prozentuale Rechnungs-Reduktion.

  1. Anlagengröße (kWp) — DC-Nennleistung. Bundesnetzagentur-Marktstammdatenregister: durchschnittliche Neuanlage 2025 lag bei 9,8 kWp.
  2. Sonnenstunden/Tag — DWD/MeteoControl-Mittelwerte: Berlin 2,6, München 2,9, Hamburg 2,5, Frankfurt 2,7, Stuttgart 2,9, Köln 2,6, Freiburg 3,0.
  3. Jahresverbrauch (kWh) — BDEW-Durchschnitt 2024: 3.500 kWh für einen Zweipersonen-Haushalt; 4.500 kWh für Vier-Personen.
  4. Strompreis (€/kWh) — BDEW Februar 2026: 35,7 ct/kWh Bruttodurchschnitt (Grundversorgung höher, Discounter ab 28 ct).
  5. Einspeisevergütung (€/kWh) — EEG §48 (Februar 2026): 0,0786 €/kWh Überschuss ≤10 kWp; 0,1245 €/kWh Volleinspeisung.
  6. Eigenverbrauchsquote (%) — 25–35 % ohne Speicher, 60–75 % mit 5 kWh Batterie, bis 85 % mit 10 kWh.
  7. Grundgebühr (jährlich) — typisch 100–150 €/Jahr (Grundpreis Strom). Wird unabhängig vom Verbrauch fällig.

Die Rechnung im Detail

Jahresertrag        = kWp × Sonnenstunden × 365 × 0,77
Eigenverbrauch      = min(Jahresverbrauch, Jahresertrag × EVQ/100)
Netzbezug           = max(0, Jahresverbrauch - Eigenverbrauch)
Einspeisung         = max(0, Jahresertrag - Eigenverbrauch)
Rechnung_ohne_PV    = Jahresverbrauch × Strompreis + Grundgebühr
Bezugskosten        = Netzbezug × Strompreis
EEG_Vergütung       = Einspeisung × Einspeisesatz
Rechnung_mit_PV     = max(Grundgebühr, Bezugskosten - EEG_Vergütung + Grundgebühr)
Ersparnis           = Rechnung_ohne_PV - Rechnung_mit_PV

Der Performance-Ratio-Faktor 0,77 entspricht IEC 61724 und Verbraucherzentrale-Modellrechnungen für deutsche Dachanlagen — er berücksichtigt Wechselrichter-Verluste (3 %), DC/AC-Leitungsverluste (1–2 %), Verschmutzung (3–5 %), Temperaturverluste (5 %) und Modul-Mismatch (1–2 %).

Rechenbeispiel: 8 kWp Süddach in München mit 5 kWh Speicher

  • Anlage: 8 kWp DC, 2,9 Sonnenstunden München, Strompreis 0,357 €, Einspeisung 0,0786 €
  • Jahresertrag: 8 × 2,9 × 365 × 0,77 = 6.521 kWh/Jahr
  • Jahresverbrauch: 4.000 kWh, Grundgebühr 130 €/Jahr
  • Eigenverbrauchsquote 65 % mit Speicher → min(4.000, 6.521 × 0,65) = 2.600 kWh × 0,357 € = 928 € vermiedener Bezug
  • Netzbezug: 4.000 − 2.600 = 1.400 kWh × 0,357 € = 499,80 €
  • Einspeisung: 6.521 − 2.600 = 3.921 kWh × 0,0786 € = 308,19 €
  • Rechnung ohne PV: 4.000 × 0,357 € + 130 € = 1.558 €
  • Rechnung mit PV: max(130 €, 499,80 € − 308,19 € + 130 €) = 321,61 €
  • Jährliche Ersparnis: 1.236 € — 79 % Rechnungs-Reduktion

Rechenbeispiel: gleiche Anlage ohne Speicher

  • Eigenverbrauchsquote 30 % → 1.956 kWh × 0,357 € = 698,29 €
  • Netzbezug: 4.000 − 1.956 = 2.044 kWh × 0,357 € = 729,71 €
  • Einspeisung: 6.521 − 1.956 = 4.565 kWh × 0,0786 € = 358,81 €
  • Rechnung mit PV: max(130 €, 729,71 € − 358,81 € + 130 €) = 500,90 €
  • Jährliche Ersparnis: 1.057 € — 68 % Rechnungs-Reduktion

Der 5 kWh Speicher bringt rund 180 €/Jahr Zusatzersparnis. Bei einem Speicherpreis von 4.500 € (0 % USt + KfW 270 Finanzierung) ergibt sich eine Speicher-Amortisation von 9–12 Jahren — innerhalb der typischen 10-Jahres-Herstellergarantie auf LFP-Speicher.

EEG §48 Vergütungssätze im Überblick (gültig Februar 2026)

LeistungsklasseÜberschusseinspeisungVolleinspeisung
≤10 kWp7,86 ct/kWh12,45 ct/kWh
>10–40 kWp6,80 ct/kWh10,43 ct/kWh
>40–100 kWp5,56 ct/kWh8,52 ct/kWh
>100–400 kWpDirektvermarktung erforderlichMarktprämie

Quellen: Bundesnetzagentur EEG-Vergütungsabsenkung Februar 2026; § 48 EEG 2023; Solarpaket I (Mai 2024).

Wichtige Eckpunkte:

  • Vergütungssatz wird im Inbetriebnahmemonat fixiert und gilt für 20 Jahre plus Inbetriebnahmejahr.
  • Halbjährliche Degression bei stark wachsendem Zubau — die Februar 2026 Sätze gelten bis 31. Juli 2026.
  • Anmeldung beim Marktstammdatenregister (MaStR) innerhalb von 4 Wochen verpflichtend.
  • Direktvermarktungsschwelle 100 kWp (vorher 25 kWp) — wurde mit Solarpaket I Mai 2024 angehoben.

Steuerliche Behandlung 2026

Seit 1. Januar 2023 gelten zwei zentrale Steuererleichterungen:

0 % Umsatzsteuer (§ 12 Abs. 3 UStG): Lieferung und Installation von PV-Anlagen ≤30 kWp inkl. Speicher zum Nullsteuersatz. Sie zahlen 0 % USt auf das Komplettpaket, müssen sich nicht mehr für die Kleinunternehmerregelung entscheiden.

Einkommensteuerbefreiung (§ 3 Nr. 72 EStG): Erträge aus PV-Anlagen ≤30 kWp auf Einfamilienhäusern und Mehrfamilienhäusern (max. 100 kWp pro Steuerpflichtigen) sind seit 2022 ertragsteuerfrei. Sie müssen die EEG-Einnahmen nicht mehr in Ihrer Steuererklärung deklarieren.

Grundsteuer: PV-Anlagen ändern die Grundsteuer nicht (kein Bestandteil der Bodenrichtwertbewertung).

Gewerbesteuer: Anlagen ≤30 kWp gelten nicht als gewerbliche Tätigkeit; keine Gewerbeanmeldung erforderlich.

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KfW 270 und Landesförderungen 2026

KfW 270 Erneuerbare Energien Standard: Förderbank-Kredit bis 100 % der Investitionskosten, Effektivzinsen ab ~4,5 % p.a. (Stand Q1 2026, zinsgebunden 10 Jahre), Tilgungsfreijahre 1–3, Laufzeiten bis 30 Jahre. Beantragung über Hausbank.

Landesprogramme Q1 2026:

  • NRW progres.nrw: Speicher-Zuschuss 25 % bis 30 % der förderfähigen Kosten, max. 4.500 € pro Anlage.
  • Berlin SolarPLUS: bis zu 15.000 € für PV auf Mehrfamilienhäusern, Mieterstrom-Bonus.
  • Sachsen Speicherförderung 2026: Zuschuss für Speicher in Kombination mit PV, gestaffelt nach Kapazität.
  • Bayern PV-Speicher-Programm: Stand Q1 2026 weiterhin ausgesetzt (Mittel erschöpft).
  • Baden-Württemberg: keine direkten Landesförderungen 2026, KfW-Stack üblich.

Stand: Januar 2026, regionale Programme können sich kurzfristig ändern.

Quellen

  • Bundesnetzagentur, EEG-Vergütungsabsenkung Februar 2026 und Marktstammdatenregister.
  • Bundesverband Solarwirtschaft (BSW Solar), Faktenpapier Photovoltaik 2025.
  • BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft, Strompreisanalyse Februar 2026.
  • Verbraucherzentrale Bundesverband, Photovoltaik-Rentabilitätsrechner 2026.
  • KfW Bankengruppe, Programminformationen KfW 270 Erneuerbare Energien Standard.
  • Bundesministerium der Finanzen, Schreiben zur Anwendung des § 3 Nr. 72 EStG und § 12 Abs. 3 UStG.

Häufig gestellte Fragen

Wie hoch ist die Einspeisevergütung in Deutschland 2026?
Nach EEG §48 (Stand Februar 2026) erhalten neu in Betrieb genommene Anlagen bis 10 kWp eine Überschuss-Einspeisevergütung von 7,86 ct/kWh und Volleinspeisung 12,45 ct/kWh. Für 10–40 kWp fallen die Sätze gestaffelt auf 6,80 ct (Überschuss) bzw. 10,43 ct (Volleinspeisung). Die Vergütung ist bei Anmeldung für 20 Jahre plus Inbetriebnahmejahr fixiert. Die Bundesnetzagentur veröffentlicht die jeweils geltenden Sätze halbjährlich; bei stark wachsendem Zubau greift die Degression von -1 % alle sechs Monate. Eigenverbrauch wird seit der EEG-Novelle 2023 nicht mehr mit der EEG-Umlage belastet (diese wurde am 1. Juli 2022 vollständig abgeschafft).
Wie viel spare ich mit einer 10 kWp Anlage im Jahr?
Eine 10 kWp Süddach-Anlage in Süddeutschland erzeugt bei 2,8 Sonnenstunden pro Tag rund 7.880 kWh/Jahr. Bei einem typischen Haushaltsverbrauch von 4.000 kWh und 35 % Eigenverbrauchsquote ohne Batterie sparen Sie 1.400 kWh × 35,7 ct (durchschnittlicher Strompreis Februar 2026 laut BDEW) = 500 € direkt durch vermiedenen Strombezug. Die restlichen 6.480 kWh werden zu 7,86 ct/kWh eingespeist = 509 € EEG-Vergütung. Gesamtbenefit ca. 1.009 €/Jahr. Mit einem 5 kWh Stromspeicher steigt die Eigenverbrauchsquote auf 60–70 %, der Eigenverbrauchsanteil bringt 4.500 kWh × 35,7 ct = 1.607 €, die Restmenge geringere EEG-Erlöse. Die Amortisation liegt 2026 typischerweise bei 9–12 Jahren laut Verbraucherzentrale-Modellrechnungen.
Was bringt mir die 0 % Mehrwertsteuer auf PV-Anlagen?
Seit 1. Januar 2023 gilt für die Lieferung und Installation von Photovoltaikanlagen bis 30 kWp inklusive Speicher und Montage der Nullsteuersatz (§ 12 Abs. 3 UStG). Das bedeutet 0 % USt auf den Anschaffungspreis statt 19 %. Bei einem 15.000 € Brutto-Angebot zahlen Sie 15.000 € (vorher 17.850 €). Voraussetzung: Anlage befindet sich auf oder in der Nähe einer Wohnung oder einer dem Gemeinwohl dienenden Gebäude. Sie müssen sich nicht mehr für die Kleinunternehmerregelung entscheiden — der Nullsteuersatz gilt unabhängig. Diese Regelung läuft unbefristet weiter (Stand Q1 2026).
Lohnt sich ein Stromspeicher in 2026?
Bei einer Differenz zwischen Strompreis (35,7 ct) und Einspeisevergütung (7,86 ct) von 27,84 ct/kWh ist jeder vom Speicher eigenverbrauchte kWh diese 27,84 ct wert. Ein 5 kWh Speicher (z. B. BYD HVS, sonnenBatterie 10, Tesla Powerwall 3) verschiebt typischerweise 1.500–2.000 kWh/Jahr von Einspeisung zu Eigenverbrauch — das sind 420–560 €/Jahr Zusatzersparnis. Bei Anschaffungspreisen von 4.000–6.000 € (0 % USt + KfW 270 Kredit zu 4,5 % effektiv) liegt die Amortisation des Speichers in 2026 zwischen 8 und 13 Jahren. Lithium-Eisenphosphat-Speicher (LFP) haben Herstellergarantien von 10–15 Jahren auf 6.000+ Vollladezyklen, sodass der Speicher meist über seine Lebensdauer amortisiert.
Welche Förderungen gibt es 2026 neben der EEG-Vergütung?
Die KfW-Förderbank bietet das Programm 270 Erneuerbare Energien Standard mit Effektivzinsen ab ~4,5 % p.a. (zinsgebunden 10 Jahre, Tilgungsfreijahre 1–3) für PV-Anlagen und Speicher bis 100 % der Investitionskosten. Auf Landesebene gibt es regionale Zuschüsse: Bayern PV-Speicher-Programm (Stand Q1 2026 ausgesetzt), Berlin SolarPLUS bis 15.000 € für Mehrfamilienhäuser, NRW progres.nrw, Sachsen Förderprogramm Speicher 2026. Auf Bundesebene gilt die Solarpaket I-Reform (in Kraft Mai 2024): vereinfachte Anmeldung, BHKW-/PV-Repowering, größeres Direktvermarktungsschwelle 200 kWp. Kein direkter Investitionszuschuss vom Bund mehr — das KfW-Programm 433 wurde 2022 beendet.

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