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Photovoltaik-Förderungsrechner

Kostenloser Photovoltaik-Förderungsrechner für deutsche Hausbesitzer. Berechnen Sie 0% MwSt (§12 UStG), KfW-Förderung 270, EEG-Einspeisevergütung und kommunale Zuschüsse für Ihre Solaranlage.

Photovoltaik-Förderungsrechner

Bruttokosten
14.000 €
Gesamtförderung
0 €
Wert der prozentualen Ermäßigung: 0 €
Wert des Zuschusses: 0 €
Nettokosten nach Förderung
14.000 €
Effektiver Rabatt
0%
Gering — Einspeisevergütung läuft separat

So nutzen Sie den Förderungsrechner

Der Rechner kombiniert prozentuale Steuerermäßigung, Pauschalzuschuss und Bruttokosten zu einer Nettogesamtkostenangabe für deutsche Hausbesitzer:

  1. Bruttoanlagenkosten — Vertragspreis Ihres Installateurs einschließlich aller Komponenten und Arbeit. Im April 2026 liegen typische Kosten für eine 8 kWp-Anlage in Deutschland bei 11.000–15.000 € installiert; eine 10 kWp-Anlage mit 10 kWh-Speicher bei 18.000–24.000 €. Verbraucherzentrale Q1 2026 nennt den Median bei 1.350 €/kWp inkl. 0% MwSt.
  2. Steuerermäßigung (% der Kosten) — in den meisten Fällen 0% lassen. Die 0% MwSt ist im angegebenen Bruttopreis bereits enthalten. Die §3 Nr.72 EStG-Einkommensteuerbefreiung ist eine laufende Befreiung, kein Einmalbetrag.
  3. Zuschuss / Förderung (€) — Pauschalzuschuss-Slot. Tragen Sie hier Ihren landes- oder kommunalen Zuschuss ein (Berliner SolarPLUS, Münchner Förderung, Mecklenburg-Vorpommern, Stadtwerke-Programme).

So funktioniert die Berechnung in Deutschland

Im Gegensatz zu den USA, wo prozentuale Steuergutschriften auf der Steuererklärung dominieren, basiert die deutsche PV-Förderung 2026 auf strukturellen Steuererleichterungen (0% MwSt, §3 Nr.72 EStG) plus laufender Einspeisevergütung — keine prozentuale Steuergutschrift im US-Sinne:

Bruttokosten            = Angebotspreis (bereits 0% MwSt enthalten)
Pauschalzuschuss        = Landes- oder kommunale Förderung
Nettokosten             = Bruttokosten - Pauschalzuschuss
EEG-Einspeisevergütung  = laufende Einnahme über 20 Jahre, einkommensteuerfrei nach §3 Nr.72

Beispielrechnung für ein typisches Einfamilienhaus in München (April 2026):

  • 9 kWp PV + 10 kWh sonnenBatterie evo, brutto: 17.500 €
  • Münchner Förderung Klimaschutz (300 €/kWp × 9 kWp + 300 €/kWh × 10 kWh): 5.700 €
  • Nettokosten: 11.800 €, 32,6% effektiver Rabatt
  • EEG-Vergütung Jahr 1 (Überschusseinspeisung, 30% von 8.500 kWh exportiert × 7,90 ct): 201 € (steuerfrei nach §3 Nr.72 EStG)
  • 20 Jahre EEG-Vergütung (lebenslang fixiert): 4.020 €
  • KfW 270 Finanzierung 11.800 € @ 4,99% / 10 J.: 125 €/Mon. vs Bankkredit 6,49%: 134 €/Mon. = 1.080 € Zinsersparnis

EEG-Einspeisevergütung im Februar 2026

Die EEG-Vergütung gilt 20 Jahre + Restjahr ab Inbetriebnahme und ist nach §3 Nr.72 EStG einkommensteuerfrei (für Anlagen ≤30 kWp). Aktuelle Sätze nach §48 EEG (gültig Februar 2026 — Bundesnetzagentur passt halbjährlich an):

AnlagengrößeÜberschusseinspeisungVolleinspeisung
Bis 10 kWp7,90 ct/kWh12,53 ct/kWh
10–40 kWp6,84 ct/kWh10,72 ct/kWh
40–100 kWp5,57 ct/kWh10,72 ct/kWh

Überschusseinspeisung ist der Standardfall: Eigenverbrauch wird priorisiert, Überschuss eingespeist. Wirtschaftlich am attraktivsten, weil bei Strompreis von 36 ct/kWh jeder selbstverbrauchte kWh 36 ct wert ist (statt 7,90 ct EEG).

Volleinspeisung lohnt sich nur, wenn Sie ein Zweitobjekt ohne Verbrauch haben oder keine Möglichkeit zum Eigenverbrauch besteht. Höhere EEG-Vergütung kompensiert dann den fehlenden Eigenverbrauch nicht vollständig.

Die Vergütung sinkt gemäß §49 EEG halbjährlich um 1% (für Anlagen ≤100 kWp), solange kein Atmungsmechanismus aktiviert wird (bei Überzubau über Ausschreibungsvolumen erhöht sich die Degression auf 1,5–2% halbjährlich).

§3 Nr.72 EStG — die übersehene Großförderung

Vor 2022 mussten PV-Betreiber jährlich eine Anlage EÜR oder G einreichen, Umsatzsteuer auf Eigenverbrauch berechnen, Gewerbeanmeldung tätigen und Einkommensteuer auf Erträge zahlen. Seit 1. Januar 2022 (rückwirkend rechtskräftig) sind alle diese Pflichten für Anlagen bis 30 kWp je Wohn-/Gewerbeeinheit komplett entfallen:

  • Keine Steuererklärung mehr für die PV-Anlage — keine Anlage EÜR, kein Anlage G
  • Keine Umsatzsteuer auf Eigenverbrauch
  • Keine Gewerbeanmeldung erforderlich
  • Keine Einkommensteuer auf Einspeisevergütung oder Eigenverbrauchswert

Praktischer Wert: Bei 8.500 kWh Jahresertrag, 70% Eigenverbrauch zu 36 ct, 30% Einspeisung zu 7,90 ct ergeben sich rund 2.342 € steuerfrei. Bei einem Grenzsteuersatz von 30% wäre die Steuerersparnis allein etwa 700 €/Jahr — über 20 Jahre rund 14.000 € NPV.

Kommunale und Länderförderprogramme im April 2026

Eine Auswahl aktiver Zuschussprogramme. Verfügbarkeit ändert sich quartalsweise; vor Vertragsabschluss bei der lokalen Energieagentur prüfen:

ProgrammLand/StadtFörderungVoraussetzung
KlimaschutzförderrichtlinieMecklenburg-Vorpommernbis 1.000 €Eigenheim, ≤30 kWp
SolarPLUSBerlin (IBB)300 €/kWp, max. 15.000 €Eigentümer, ≤30 kWp
Förderung KlimaschutzMünchen300 €/kWp + 300 €/kWh SpeicherEigentümer, Antragstellung vor Auftragsvergabe
Solar ZukunftHamburg200 €/kWpEigenheim, max. 4.000 €
SolaroffensiveStuttgart350 €/kWpAnlage auf Dach, ≤20 kWp
SonnenförderungDüsseldorf200 €/kWpEigentümer, max. 6.000 €
KlimabonusHeidelberg200 €/kWp + SpeicherEigentümer
Solaroffensive SachsenSachsenbis 4.500 €Speicherförderung mit PV

Voraussetzung ist meist Antragstellung vor Auftragsvergabe — wer den Vertrag bereits unterschrieben hat, ist häufig nicht mehr förderfähig.

KfW 270 — der zinsgünstige Kredit (kein Zuschuss)

KfW Programm 270 (Erneuerbare Energien — Standard) ist der zentrale Bundeskredit für PV-Investitionen:

  • Kreditbetrag: bis 100% der förderfähigen Investitionskosten, max. 50 Mio. € pro Vorhaben (Privat: bis 25.000 € üblich)
  • Effektivzinssatz April 2026: 4,49–5,99% je nach Bonitäts- und Sicherheitenklasse
  • Laufzeit: 5 bis 30 Jahre
  • Tilgungsfreie Anlaufjahre: bis zu 5 Jahre möglich
  • Antragsweg: über Hausbank, nicht direkt bei der KfW

Vergleich mit Geschäftsbanken-Solarkrediten 2026: ING-DiBa Modernisierung 5,99–7,49%, Sparda Bank Solar-Plus 5,49–7,99%, Volksbank-PV 5,79–8,49%. Über 10 Jahre spart KfW gegenüber Bank typischerweise 800–2.500 € Zinsen.

Was 2026 NICHT mehr gefördert wird

  • KfW 442 (Solarpaket Eigenheim) — wurde Dezember 2023 wegen Mittelerschöpfung gestoppt. Keine Wiederbelebung geplant.
  • EEG-Marktprämienmodell für Kleinanlagen — gilt nur für Anlagen >100 kWp.
  • Bundeszuschuss für Heimspeicher — ausgelaufen 2018; keine Bundesförderung für Speicher seit 2019.
  • §35a EStG Handwerkerleistungen — gilt nicht für PV-Anlagen, weil §3 Nr.72 EStG-befreit (keine doppelte Berücksichtigung).

Mit dem Investitionsabzugsrechner, Kostenrechner und Amortisationsrechner kombinieren

Vollständiges Bild: dieser Rechner zeigt den Förderungsstack zum Tag eins; der Investitionsabzugsrechner deckt §7g EStG IAB für gewerbliche Anlagen ab; der Amortisationsrechner berechnet die Break-Even-Jahre (typischerweise 9–13 Jahre in Deutschland 2026); der Kostenrechner prüft Ihren Bruttopreis gegen Markt-Benchmark.

Quellen

Häufig gestellte Fragen

Welche staatliche Förderung gibt es 2026 für Photovoltaikanlagen in Deutschland?
Drei Hauptinstrumente: (1) 0% MwSt auf Kauf und Installation von Photovoltaikanlagen bis 30 kWp auf oder an Wohngebäuden seit 1. Januar 2023 nach §12 Abs.3 UStG. (2) Einkommensteuerbefreiung für Erträge aus PV-Anlagen bis 30 kWp je Wohneinheit nach §3 Nr.72 EStG. (3) Einspeisevergütung nach §48 EEG: ab 1. Februar 2026 bei Überschusseinspeisung 7,90 ct/kWh für Anlagen ≤10 kWp und 6,84 ct/kWh für Anlagen 10–40 kWp; bei Volleinspeisung 12,53 ct/kWh ≤10 kWp. Zinsgünstige Finanzierung über die KfW (Programm 270 Erneuerbare Energien — Standard) zwischen 4,49% und 5,99% effektiv je nach Bonitätsklasse.
Wie funktioniert die 0% Mehrwertsteuer auf Photovoltaikanlagen genau?
Seit 1. Januar 2023 gilt nach §12 Abs.3 UStG ein Nullsteuersatz auf die Lieferung und Installation von Photovoltaikanlagen mit einer installierten Bruttoleistung bis 30 kWp auf oder in der Nähe von Privatwohnungen, Wohngebäuden sowie öffentlichen oder gemeinnützigen Gebäuden. Der Nullsteuersatz erfasst Module, Wechselrichter, Speicher, Montagesystem, Verkabelung und alle Installationsleistungen. Voraussetzung ist, dass Lieferung und Montage von einem umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen erbracht werden. Im Angebot Ihres Installateurs erscheint daher 0,00 € Umsatzsteuer — die Ersparnis von 19% ist im Bruttopreis bereits eingepreist.
Welche Bedeutung hat die Einkommensteuerbefreiung nach §3 Nr.72 EStG?
Seit 1. Januar 2022 sind Einnahmen und Entnahmen aus PV-Anlagen bis 30 kWp je Wohn- oder Gewerbeeinheit (in Mehrfamilienhäusern bis 15 kWp je Wohneinheit, max 100 kWp je Steuerpflichtigen) komplett einkommensteuerfrei. Sie müssen also keine Anlage EÜR mehr abgeben, kein Kleinunternehmerwahlrecht ausüben, keine Gewerbeanmeldung tätigen und keine Erträge in der Steuererklärung angeben. Die §3 Nr.72 EStG-Befreiung gilt rückwirkend für 2022 und ist dauerhaft. Sie umfasst sowohl die Einspeisevergütung als auch den finanziellen Wert des Eigenverbrauchs.
Lohnt sich der KfW-Kredit 270 trotz 4–6% Zinsen 2026?
Hängt vom Vergleich mit Ihrer Hausbank ab. Für 2026 liegt der KfW 270 bei 4,49–5,99% effektiv (je nach Bonität und Laufzeit), während Geschäftsbanken-Solarkredite (Sparda Bank, Volksbank-Solar, ING-DiBa Modernisierungskredit) 5,49–7,99% verlangen. Für ein 14.000-€-Darlehen über 10 Jahre spart der KfW gegenüber einem Bankkredit etwa 800–2.500 €. Wer Eigenkapital hat oder über einen bestehenden Bauspar- oder Forward-Darlehensrahmen verfügt, fährt oft günstiger. Der KfW 270 ist kein Zuschuss — er ist ausschließlich ein zinsgünstiger Kredit.
Welche Bundesländer und Kommunen bieten 2026 noch Zuschüsse für Photovoltaik?
Der bundesweite KfW 442 (Solarpaket Eigenheim) wurde im Dezember 2023 wegen Mittelerschöpfung gestoppt. Aktive Programme im Frühjahr 2026: Mecklenburg-Vorpommern Klimaschutzförderrichtlinie (bis 1.000 €), Berliner SolarPLUS (bis 300 €/kWp, max. 15.000 €), Münchner Förderung Klimaschutz (300 €/kWp + 300 €/kWh Speicher), Hamburger Förderprogramm Solar Zukunft (200 €/kWp), Stuttgarter Solaroffensive, sowie zahlreiche Stadtwerke-Programme (z.B. Stadtwerke Heidelberg, Mainz, Düsseldorf, Bonn). Die Höhe und Verfügbarkeit ändern sich quartalsweise — vor Vertragsabschluss bei der lokalen Klimaschutzagentur erfragen.

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