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EV-Ladekostenrechner (Deutschland)

Ladekostenrechner für Elektroautos in Deutschland zu 2026er Strompreisen. Kosten pro Ladevorgang an einer 11-kW-Wallbox sowie jährliche Kosten und Einsparung durch PV-Eigenverbrauch.

EV-Ladekostenrechner

Aus dem Netz bezogene Energie
50 kWh
Zeit bis Zielladestand
4 h 33 min
Kosten ohne Solar
18 €
Kosten mit Solar-Eigenverbrauch
9 €
Ersparnis durch PV: 9 €
Schuko (2,3 kW): nur als Notlösung.
Wallbox 11 kW (3-phasig): Vollladung in 6-8 h.
DC-Schnellladung (50-350 kW): 20→80% in 20-45 min.

Was der Rechner liefert

Dieser Rechner ermittelt die tatsächlichen Stromkosten für das Laden eines E-Autos zu deutschen 2026er Haushaltstarifen:

  1. Bezogene Energie aus dem Netz (kWh) — was der Zähler erfasst und der Versorger abrechnet
  2. Ladezeit — Stunden und Minuten vom Start- zum Ziel-SoC
  3. Kosten pro Ladevorgang (€) — Eurobetrag auf der Rechnung beim eingegebenen Tarif
  4. Kosten nach PV-Eigenverbrauch — was der gleiche Ladevorgang nach Solar-Anteil kostet
  5. PV-Ersparnis — Wert des selbstverbrauchten Solarstroms zum Bezugstarif

Tarif anpassen, um BNetzA-Durchschnitt, dynamischen Tibber-Tarif, EnBW HyperNetz HPC oder Ionity zu vergleichen. Kosten skalieren linear mit Tarif.

Rechenweg

energie_in_akku (kWh)   = akku_kwh × (ziel% − start%) / 100
energie_aus_netz (kWh)  = energie_in_akku / wirkungsgrad
kosten_netz (€)         = energie_aus_netz × tarif_pro_kwh
pv_ersparnis (€)        = kosten_netz × (pv_anteil / 100)
endkosten (€)           = kosten_netz − pv_ersparnis

Beispielrechnung für 75-kWh-Akku, 20→80%, 11-kW-Wallbox, 36 ct/kWh, 50% PV-Anteil, 90% Wirkungsgrad:

  • Energie in den Akku = 75 × 0,6 = 45 kWh
  • Energie aus dem Netz = 45 / 0,90 = 50 kWh
  • Netzkosten = 50 × 0,36 € = 18,00 €
  • PV-Ersparnis = 18,00 € × 0,50 = 9,00 €
  • Endkosten = 9,00 € pro Ladevorgang

Auf 200 Ladevorgänge pro Jahr (typischer 15.000-km-Fahrer) hochgerechnet: 3.600 € reine Netzversorgung oder 1.800 € mit 50% PV-Eigenverbrauch. Wer Tibber-Schwachlast plus 60% PV-Überschuss kombiniert, kommt auf 700-900 €/Jahr.

Deutsche Tarif-Szenarien zum Vergleich

  • BNetzA-Durchschnitt Haushalt 2026: 36 ct/kWh
  • Verbraucherzentrale-Vergleich Grundversorgung: 38-42 ct/kWh
  • Check24 Bestpreis Wechseltarif: 28-32 ct/kWh
  • Tibber dynamischer Tarif (Jahresmittel): 22-28 ct/kWh
  • Awattar HOURLY (Jahresmittel): 24-30 ct/kWh
  • EnBW HyperNetz HPC mit S-Tarif: 49 ct/kWh
  • EnBW HyperNetz HPC ohne Tarif: 64 ct/kWh
  • Ionity (Direct Pay): 79-89 ct/kWh
  • Ionity mit Audi/Mercedes/Porsche-Vertragstarif: 35-49 ct/kWh
  • Tesla Supercharger DE als Tesla-Fahrer: 39-49 ct/kWh

Tarif jeweils in das Eingabefeld eintragen, um die Auswirkungen auf Pro-Vorgang und Jahreskosten zu sehen.

Was die Ladekosten senkt

  • Dynamische Stromtarife — Tibber, Awattar, Octopus DE, E.ON Drive Smart koppeln den Strompreis stundenweise an den EPEX-Spotmarkt; nachts oft 12-18 ct/kWh
  • PV-Überschussladen — Wallbox mit Überschussfunktion liest den Hausanschluss-Smart-Meter und lädt nur PV-Überschuss
  • THG-Quote — jeder E-Auto-Halter erhält 2026 ca. 80-180 €/Jahr aus dem Treibhausgasminderungs-Quotenhandel (über Anbieter wie The Mobility House, ELEVATIO, Geld für eAuto)
  • §14a EnWG dynamische Netzentgelte — Module-3-Tarife mit zeitvariablen Netzentgelten ab 2026 verfügbar; Wallbox als steuerbare Verbrauchseinrichtung erhält Reduktion auf das Netzentgelt
  • EEG-Eigenverbrauchsbefreiung — bei Anlagen unter 30 kWp keine EEG-Umlage auf selbstverbrauchten Solarstrom

Was die Ladekosten erhöht

  • HPC als Alltagsmuster — 1,4-2,5× Wallbox-Kosten
  • Spitzentarife im Winter — bei dynamischen Tarifen können einzelne Stunden 60-80 ct/kWh erreichen (Dunkelflaute)
  • Niedriger Wirkungsgrad bei Kälte — unter -5 °C steigt der Bezug um 10-15%
  • Grundgebühr — typisch 8-15 €/Monat fix, unabhängig vom Verbrauch

Deutsche Regulatorik

  • VDE-AR-N 4100 / VDE-AR-N 4105 — Anschlussbedingungen für Wallboxen am Niederspannungsnetz
  • NAV §19 — Anmeldepflicht für Wallboxen ab 3,7 kW; Genehmigung erforderlich ab 12 kW
  • §14a EnWG — Steuerbarkeit nicht öffentlich zugänglicher Ladepunkte ab 11 kW
  • TAR (Technische Anschlussregeln) — DIN VDE 0100-722 Errichtungsbestimmungen für Ladeinfrastruktur

Diesen Rechner mit Ertrag, Ersparnis und Anlagenkosten kombinieren

Der Ertragsrechner liefert PVGIS-basierte Jahreserträge für jeden deutschen Standort, der Ersparnisrechner überträgt das in Eigenverbrauchsersparnis zu BNetzA-Tarifen, der Anlagenkostenrechner gibt einen Heizungsfinder-typischen Installationspreis. Zusammen dimensionieren sie eine PV-+EV-Anlage auf deutsche Bedingungen.

Quellen

Häufig gestellte Fragen

Was kostet eine vollständige E-Auto-Ladung in Deutschland 2026?
Beim BNetzA-Durchschnittsstrompreis Haushalt 2026 von 36 ct/kWh kostet eine 0-100%-Ladung eines 75-kWh-Akkus rund 30 €, wenn die ca. 10% AC-Ladeverluste eingerechnet sind (Wallbox bezieht etwa 83 kWh). Eine alltagsübliche 20-80%-Ladung kostet ca. 18 €. Mit dynamischem Tarif (Tibber, Awattar, Octopus DE) zu Schwachlastzeiten zwischen 18-25 ct/kWh sinken die Kosten der gleichen 20-80%-Ladung auf 9-12,50 €. Reine PV-Eigenversorgung im Sommer macht das Laden zwischen April und September praktisch kostenlos.
Was kostet das jährliche Laden eines E-Autos zu Hause in Deutschland?
Ein Vielfahrer mit 15.000 km/Jahr und 4 km/kWh bezieht etwa 4.150 kWh/Jahr aus dem Netz. Bei 36 ct/kWh ergibt das rund 1.494 €/Jahr — vergleichbar mit den Kraftstoffkosten eines 35-mpg-Benziners. Mit dynamischem Tarif (Schnitt 22 ct/kWh) sinkt die Rechnung auf 913 €. Eine 8-kWp-PV-Anlage mit 60% EV-Eigenverbrauch reduziert sie auf 365 €. Wer Wallbox-Lastmanagement plus PV-Überschussladen kombiniert, kommt auf 200-280 €/Jahr.
Lohnt sich PV-Überschussladen für ein E-Auto in Deutschland?
Ja — die Differenz zwischen Strombezug (36 ct/kWh) und EEG-Einspeisevergütung 2026 (ca. 8,1 ct/kWh für Anlagen bis 10 kWp) macht jede selbstverbrauchte kWh rund 28 ct wert. Eine Wallbox mit Überschussladefunktion (KEBA KeContact P30 PV-Edition, go-eCharger, openWB, Wallbe Eco 2.0) erkennt PV-Überschuss am Hauszähler und moduliert die Ladeleistung zwischen 1,4 kW und 11 kW. Bei einer 8-kWp-Anlage in Süddeutschland erreicht der EV-PV-Anteil 50-65% jährlich, in Norddeutschland 35-45%.
Sind öffentliche Schnellladesäulen teurer als die Wallbox zu Hause?
Ja — öffentliches HPC-Laden kostet 2026 in Deutschland je nach Anbieter und Tarif 49-89 ct/kWh, AC-Laden 39-65 ct/kWh. Eine 20-80%-Sitzung am EnBW HyperNetz HPC kostet bei 64 ct/kWh rund 32 €, bei einer Tesla Supercharger-Sitzung als Tesla-Fahrer ca. 25 €, bei Ionity ohne Vertragstarif bis 39 €. Im Vergleich zu 18 € an der heimischen Wallbox ist HPC etwa 1,4-2,2× teurer. Die meisten deutschen E-Auto-Fahrer laden zu 80-90% zu Hause.
Welche Ladeverluste muss ich für die Berechnung ansetzen?
Bei AC-Wallboxen (3-phasig, 11 kW oder 22 kW) sind 88-92% Wirkungsgrad realistisch — der Standardwert 90% im Rechner trifft die meisten Fälle. Bei DC-Schnellladung (50-350 kW) sind 92-95% erreichbar (umgeht den OBC im Fahrzeug). Im Winter unter -5°C sinkt der AC-Wirkungsgrad auf 80-85%, weil das BMS die Akkuheizung beim Laden mitlaufen lässt. Setze 85% für Januar/Februar im Rechner.

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