EV-Ladekostenrechner (Deutschland)
Ladekostenrechner für Elektroautos in Deutschland zu 2026er Strompreisen. Kosten pro Ladevorgang an einer 11-kW-Wallbox sowie jährliche Kosten und Einsparung durch PV-Eigenverbrauch.
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EV-Ladekostenrechner
The solar scenario assigns an opportunity cost of $0/kWh to the selected solar share. It does not model charging time against PV production or the export value you may give up.
Was der Rechner liefert
Dieser Rechner ermittelt die tatsächlichen Stromkosten für das Laden eines E-Autos zu deutschen 2026er Haushaltstarifen:
- Bezogene Energie aus dem Netz (kWh) — was der Zähler erfasst und der Versorger abrechnet
- Ladezeit — Stunden und Minuten vom Start- zum Ziel-SoC
- Kosten pro Ladevorgang (€) — Eurobetrag auf der Rechnung beim eingegebenen Tarif
- Kosten nach PV-Eigenverbrauch — was der gleiche Ladevorgang nach Solar-Anteil kostet
- PV-Ersparnis — Wert des selbstverbrauchten Solarstroms zum Bezugstarif
Tarif anpassen, um BNetzA-Durchschnitt, dynamischen Tibber-Tarif, EnBW HyperNetz HPC oder Ionity zu vergleichen. Kosten skalieren linear mit Tarif.
Rechenweg
energie_in_akku (kWh) = akku_kwh × (ziel% − start%) / 100
energie_aus_netz (kWh) = energie_in_akku / wirkungsgrad
kosten_netz (€) = energie_aus_netz × tarif_pro_kwh
pv_ersparnis (€) = kosten_netz × (pv_anteil / 100)
endkosten (€) = kosten_netz − pv_ersparnis
Beispielrechnung für 75-kWh-Akku, 20→80%, 11-kW-Wallbox, 36 ct/kWh, 50% PV-Anteil, 90% Wirkungsgrad:
- Energie in den Akku = 75 × 0,6 = 45 kWh
- Energie aus dem Netz = 45 / 0,90 = 50 kWh
- Netzkosten = 50 × 0,36 € = 18,00 €
- PV-Ersparnis = 18,00 € × 0,50 = 9,00 €
- Endkosten = 9,00 € pro Ladevorgang
Auf 200 Ladevorgänge pro Jahr (typischer 15.000-km-Fahrer) hochgerechnet: 3.600 € reine Netzversorgung oder 1.800 € mit 50% PV-Eigenverbrauch. Wer Tibber-Schwachlast plus 60% PV-Überschuss kombiniert, kommt auf 700-900 €/Jahr.
Deutsche Tarif-Szenarien zum Vergleich
- BNetzA-Durchschnitt Haushalt 2026: 36 ct/kWh
- Verbraucherzentrale-Vergleich Grundversorgung: 38-42 ct/kWh
- Check24 Bestpreis Wechseltarif: 28-32 ct/kWh
- Tibber dynamischer Tarif (Jahresmittel): 22-28 ct/kWh
- Awattar HOURLY (Jahresmittel): 24-30 ct/kWh
- EnBW HyperNetz HPC mit S-Tarif: 49 ct/kWh
- EnBW HyperNetz HPC ohne Tarif: 64 ct/kWh
- Ionity (Direct Pay): 79-89 ct/kWh
- Ionity mit Audi/Mercedes/Porsche-Vertragstarif: 35-49 ct/kWh
- Tesla Supercharger DE als Tesla-Fahrer: 39-49 ct/kWh
Tarif jeweils in das Eingabefeld eintragen, um die Auswirkungen auf Pro-Vorgang und Jahreskosten zu sehen.
Was die Ladekosten senkt
- Dynamische Stromtarife — Tibber, Awattar, Octopus DE, E.ON Drive Smart koppeln den Strompreis stundenweise an den EPEX-Spotmarkt; nachts oft 12-18 ct/kWh
- PV-Überschussladen — Wallbox mit Überschussfunktion liest den Hausanschluss-Smart-Meter und lädt nur PV-Überschuss
- THG-Quote — jeder E-Auto-Halter erhält 2026 ca. 80-180 €/Jahr aus dem Treibhausgasminderungs-Quotenhandel (über Anbieter wie The Mobility House, ELEVATIO, Geld für eAuto)
- §14a EnWG dynamische Netzentgelte — Module-3-Tarife mit zeitvariablen Netzentgelten ab 2026 verfügbar; Wallbox als steuerbare Verbrauchseinrichtung erhält Reduktion auf das Netzentgelt
- EEG-Eigenverbrauchsbefreiung — bei Anlagen unter 30 kWp keine EEG-Umlage auf selbstverbrauchten Solarstrom
Was die Ladekosten erhöht
- HPC als Alltagsmuster — 1,4-2,5× Wallbox-Kosten
- Spitzentarife im Winter — bei dynamischen Tarifen können einzelne Stunden 60-80 ct/kWh erreichen (Dunkelflaute)
- Niedriger Wirkungsgrad bei Kälte — unter -5 °C steigt der Bezug um 10-15%
- Grundgebühr — typisch 8-15 €/Monat fix, unabhängig vom Verbrauch
Deutsche Regulatorik
- VDE-AR-N 4100 / VDE-AR-N 4105 — Anschlussbedingungen für Wallboxen am Niederspannungsnetz
- NAV §19 — Anmeldepflicht für Wallboxen ab 3,7 kW; Genehmigung erforderlich ab 12 kW
- §14a EnWG — Steuerbarkeit nicht öffentlich zugänglicher Ladepunkte ab 11 kW
- TAR (Technische Anschlussregeln) — DIN VDE 0100-722 Errichtungsbestimmungen für Ladeinfrastruktur
Diesen Rechner mit Ertrag, Ersparnis und Anlagenkosten kombinieren
Der Ertragsrechner liefert PVGIS-basierte Jahreserträge für jeden deutschen Standort, der Ersparnisrechner überträgt das in Eigenverbrauchsersparnis zu BNetzA-Tarifen, der Anlagenkostenrechner gibt einen Heizungsfinder-typischen Installationspreis. Zusammen dimensionieren sie eine PV-+EV-Anlage auf deutsche Bedingungen.
Quellen
- Bundesnetzagentur — Strompreismonitoring — Haushaltsstrompreise 2026
- Verbraucherzentrale — Wallbox-Kaufberatung — Wallbox-Anforderungen
- BSW Solar — Branchenstatistik — PV-Markt Deutschland
- EnBW HyperNetz Tarife — öffentliche Ladepreise
- BDEW — Strompreisanalyse — durchschnittliche Stromkosten