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E-Auto Ladekostenrechner

Kostenloser Ladekostenrechner für Elektroautos in Deutschland. Berechnen Sie Ladezeit, Strombezug, Stromkosten beim aktuellen Strompreis 2026 und Ersparnis bei Ladung über die eigene PV-Anlage.

EV-Ladekostenrechner

Aus dem Netz bezogene Energie
50 kWh
Zeit bis Zielladestand
4 h 33 min
Kosten ohne Solar
18 €
Kosten mit Solar-Eigenverbrauch
9 €
Ersparnis durch PV: 9 €
Schuko (2,3 kW): nur als Notlösung.
Wallbox 11 kW (3-phasig): Vollladung in 6-8 h.
DC-Schnellladung (50-350 kW): 20→80% in 20-45 min.

So nutzen Sie den Rechner

Geben Sie sechs Werte ein und der Rechner liefert Strombezug, Ladezeit und Kosten mit und ohne PV-Eigenverbrauch:

  1. Akkukapazität (kWh) — die nutzbare Batterie Ihres E-Autos. 2026 in Deutschland verbreitet: VW ID.4 GTX 82 kWh, Skoda Enyaq iV 80 82, BMW i4 eDrive40 81, Mercedes EQA 250+ 70, Hyundai Ioniq 5 84, Tesla Model Y LR 75, Audi Q4 e-tron 82.
  2. Ladeleistung (kW) — die Leistung Ihrer Wallbox. Standard in Deutschland: 11 kW (3-phasig, 16 A) als nur anzumeldende Größe. Hersteller: ABL eMH1, Mennekes AMTRON, KEBA KeContact, go-eCharger HOMEfix, openWB Series 2, Fronius Wattpilot, Heidelberg Energy Control.
  3. Aktueller und Ziel-Ladestand (%) — täglich 20→80% schont die Batterie. Tesla, VW, BMW, Mercedes empfehlen alle 80% als Tagesziel.
  4. Strompreis pro kWh — Ihr Strompreis in EUR/kWh. Bundesnetzagentur-Durchschnitt April 2026: ~0,36 €. Heimladetarif Stadtwerke München M-Strom Auto: 0,28 €. ENTEGA Strom Auto: 0,29 €. Vattenfall E-Auto-Strom Off-Peak: 0,25 €. § 14a EnWG-reduzierter Tarif (Bedingt Steuerbar): bis 0,18 €.
  5. Anteil aus PV-Anlage (%) — Anteil der Ladeenergie aus der eigenen Solaranlage. Mit überschussgesteuerter Wallbox + Pufferspeicher 70-90% in Sommermonaten realistisch, Jahresdurchschnitt 50-65% im typischen deutschen Einfamilienhaus.
  6. Ladewirkungsgrad (%) — Strom-zu-Batterie-Effizienz. AC-Default 90%. Bei Temperaturen unter 5°C kann der Wirkungsgrad auf 80-85% sinken (Kabinen- und Batterieheizung).

So funktioniert die Berechnung

Standard-Energiebilanz:

energie_in_batterie (kWh) = akku_kwh × (ziel% - start%) / 100
energie_aus_netz (kWh)    = energie_in_batterie / wirkungsgrad
ladezeit (h)              = energie_aus_netz / wallbox_kw
netz_kosten (€)           = energie_aus_netz × strompreis
pv_ersparnis (€)          = netz_kosten × (pv_anteil / 100)
endkosten (€)             = netz_kosten - pv_ersparnis

Beispielrechnung mit den deutschen Standardwerten (75 kWh, 20→80%, 11 kW, 0,36 €/kWh, 50% PV, 90% Wirkungsgrad):

  • Energie in Batterie = 75 × 0,6 = 45 kWh
  • Energie aus Wallbox = 45 / 0,90 = 50 kWh
  • Ladezeit = 50 / 11 = 4,55 h ≈ 4 h 33 min
  • Netzkosten ohne PV = 50 × 0,36 € = 18,00 €
  • PV-Ersparnis = 18,00 € × 0,50 = 9,00 €
  • Endkosten mit PV = 9,00 € pro Ladevorgang

Bei einer Jahresfahrleistung von 15.000 km und 16 kWh/100 km werden ca. 2.700 kWh Ladeenergie pro Jahr benötigt. Beim Bundesnetzagentur-Durchschnittspreis sind das 970 €/Jahr; mit 50% PV-Eigenverbrauch 485 €/Jahr; mit Heimladestrom-Tarif Off-Peak 750 €/Jahr. Im Vergleich zu einem 6-l/100-km-Diesel bei 1,65 €/Liter (1.485 €/Jahr Kraftstoff) spart die PV+E-Auto-Kombination 1.000-1.300 €/Jahr.

Wallbox-Typen in Deutschland — 11 kW, 22 kW, DC-Schnellladung

Schuko-Notladung (2,3 kW, 10 A): Mit dem Hersteller-Notladekabel an einer Standard-Steckdose. Nur Notlösung — Schuko-Steckdosen sind nicht für Dauerladung konstruiert. Reichweitenzuwachs ca. 12-15 km/h.

11-kW-Wallbox (3-phasig, 16 A): Der deutsche Standard. Beim Netzbetreiber anzuzeigen, nicht genehmigungspflichtig. Voll-Ladung eines 75-kWh-Akkus in 7-8 Stunden. 2026 Hardware-Preise (typisch): ABL eMH1 600 €, KEBA P30 c-series 800 €, go-eCharger HOMEfix 700 €, openWB Series 2 1.050 €, Fronius Wattpilot Home 11 J 850 €.

22-kW-Wallbox (3-phasig, 32 A): Genehmigungspflichtig beim Netzbetreiber. Halbiert die Ladezeit gegenüber 11 kW. Für die meisten Privathaushalte überdimensioniert, da E-Auto in der Regel nachts mehrere Stunden steht.

DC-Schnellladung (50-350 kW): Öffentliche Netze: Ionity, EnBW HyperNetz, EWE Go, Aral Pulse, Tesla Supercharger V4. 2026 Tarife: 0,55-0,79 €/kWh ad-hoc, 0,40-0,65 € im Abo. Eine 20→80%-Ladung kostet 22-35 € — gegenüber 4-9 € zu Hause mit PV.

PV-Eigenverbrauch und E-Auto in Deutschland

Die Kombination PV + Wallbox + Speicher ist 2026 die wirtschaftlichste Konfiguration. Die EEG-Einspeisevergütung von 8,03 ct/kWh für Neuanlagen unter 10 kWp und der Importpreis von 36 ct/kWh ergeben einen Eigenverbrauchsvorteil von rund 28 ct/kWh — auf einer 10-kWp-Anlage mit 70% Eigenverbrauchsquote sind das 2.000-2.500 €/Jahr.

Überschussgesteuerte Wallboxen (go-eCharger HOMEfix mit RFID-Modul, openWB Series 2 Pro, Fronius Wattpilot Home, Mennekes AMTRON Premium) regeln die Ladeleistung dynamisch nach dem PV-Überschuss. Mit einem 7-10-kWh-Pufferspeicher (Sonnen, BYD Battery-Box Premium, Tesla Powerwall 3, E3/DC S10) lässt sich auch die abendliche Ladung mit Mittagssonne durchführen.

Was die Rechnung beeinflusst

Senkt die Kosten (positiv)

  • Heimladestrom-Tarif mit separatem Zähler — 0,18-0,29 €/kWh statt 0,36 €
  • § 14a EnWG-Reduktion — 60% Rabatt auf den Netzentgeltanteil bei steuerbaren Verbrauchseinrichtungen
  • PV-Anlage mit Überschussladung — bis zu 70% Importpreis-Ersparnis
  • PV-Speicher zur Verlängerung der Eigenverbrauchsfenster
  • 0% Umsatzsteuer auf PV-Anlagen unter 30 kWp seit 2023 (gilt weiterhin 2026)

Erhöht die Kosten (negativ)

  • DC-Schnellladung als Alltag — 0,55-0,79 €/kWh statt 0,18-0,36 € zu Hause
  • 22-kW-Wallbox ohne Lastmanagement — Risiko von Netzbezug während Lastspitzen
  • Fester Single-Tarif ohne Heimladestrom-Anschluss

Kombinieren Sie diesen Rechner mit dem Ertragsrechner, Stromsparrechner und Anlagenkostenrechner

Der Ertragsrechner liefert Standortertrag, der Stromsparrechner übersetzt diesen in Bilanzersparnis, und der Anlagenkostenrechner zeigt den installierten Preis für eine typische 8-12-kWp-Anlage in Deutschland.

Quellen

Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert das Laden eines E-Autos an einer 11-kW-Wallbox?
An einer 11-kW-Wallbox (3-phasig, 16 A) dauert eine Ladung von 20% auf 80% bei einer 75-kWh-Batterie (z.B. VW ID.4, Skoda Enyaq, BMW i4, Mercedes EQA, Hyundai Ioniq 5) etwa 4 Stunden 30 Minuten unter Berücksichtigung von rund 10% AC-Ladeverlusten. Eine 22-kW-Wallbox halbiert die Zeit auf etwa 2 Stunden 15 Minuten, ist jedoch bei der Bundesnetzagentur anmelde- und genehmigungspflichtig (über 12 kVA). Eine 11-kW-Wallbox ist nur anmeldepflichtig — beides erfolgt über das Marktstammdatenregister und beim Netzbetreiber.
Was kostet eine E-Auto-Ladung zu Hause in Deutschland?
Beim Bundesnetzagentur-Durchschnittspreis von rund 36 ct/kWh (April 2026) kostet eine Ladung von 20% auf 80% bei einer 75-kWh-Batterie etwa 18 €. Mit einem speziellen Heimladestrom-Tarif (z.B. ENTEGA, Stadtwerke München, Vattenfall E-Auto, EnBW E-Auto) sinkt der kWh-Preis auf 25-30 ct, mit Heimladetarif + separatem Zähler nach § 14a EnWG sogar auf 18-25 ct. Bei optimierter Beladung über die eigene PV-Anlage liegt die Grenzkostenbasis effektiv bei 0 ct/kWh.
Lohnt sich eine PV-Anlage zum Laden des E-Autos in Deutschland?
Ja, deutlich. Eine typische 10-kWp-PV-Anlage erzeugt in Deutschland je nach Standort 9.000-11.000 kWh pro Jahr (Verbraucherzentrale, Bundesverband Solarwirtschaft Daten). Das deckt rund 50.000-60.000 km E-Auto-Fahrleistung jährlich. Die EEG-Einspeisevergütung für Neuanlagen unter 10 kWp beträgt 2026 etwa 8,03 ct/kWh — der Eigenverbrauch ist also bei 36 ct Importpreis fast 28 ct/kWh wertvoller als die Einspeisung. Mit einem PV-Speicher (5-10 kWh) und einer überschussgesteuerten Wallbox (z.B. go-eCharger, openWB, Fronius Wattpilot) erreichen Haushalte 70-90% PV-Autarkie für E-Mobilität.
Brauche ich für eine 22-kW-Wallbox einen 3-phasigen Hausanschluss?
Ja, sowohl 11-kW- als auch 22-kW-Wallboxen erfordern einen 3-phasigen 400-V-Anschluss. In Deutschland ist das in den meisten Wohngebäuden seit den 1970er-Jahren Standard, in älteren Bestandsbauten kann eine Erweiterung 1.500-4.000 € kosten. Eine 22-kW-Wallbox ist beim Netzbetreiber zu beantragen und kann abgelehnt werden, wenn das Niederspannungsnetz die Last lokal nicht trägt. Eine 11-kW-Anlage ist nur anzumelden, nicht zu genehmigen — daher die meistinstallierte Größe in deutschen Privathaushalten 2026.
Welche Vorschriften gelten für die Wallbox-Installation in Deutschland?
Die Installation muss durch eine konzessionierte Elektrofachkraft erfolgen, die Anmeldung im Marktstammdatenregister sowie beim Netzbetreiber gemäß VDE-AR-N 4100 (Niederspannungsanschluss) und VDE-AR-N 4105 (Erzeugungsanlagen, falls PV gekoppelt) ist Pflicht. Über 12 kVA Ladeleistung (also 22 kW) ist eine Genehmigung erforderlich; bis 12 kVA reicht eine Anzeige. Der erforderliche FI-Schutzschalter ist Typ A EV mit DC-Fehlerstromerkennung gemäß DIN VDE 0100-722. Förderung: KfW 442 ist 2024 ausgelaufen — viele Bundesländer (Bayern, NRW, Baden-Württemberg) bieten weiterhin eigene Programme an.

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