E-Auto Ladekostenrechner
Kostenloser Ladekostenrechner für Elektroautos in Deutschland. Berechnen Sie Ladezeit, Strombezug, Stromkosten beim aktuellen Strompreis 2026 und Ersparnis bei Ladung über die eigene PV-Anlage.
EV-Ladekostenrechner
So nutzen Sie den Rechner
Geben Sie sechs Werte ein und der Rechner liefert Strombezug, Ladezeit und Kosten mit und ohne PV-Eigenverbrauch:
- Akkukapazität (kWh) — die nutzbare Batterie Ihres E-Autos. 2026 in Deutschland verbreitet: VW ID.4 GTX 82 kWh, Skoda Enyaq iV 80 82, BMW i4 eDrive40 81, Mercedes EQA 250+ 70, Hyundai Ioniq 5 84, Tesla Model Y LR 75, Audi Q4 e-tron 82.
- Ladeleistung (kW) — die Leistung Ihrer Wallbox. Standard in Deutschland: 11 kW (3-phasig, 16 A) als nur anzumeldende Größe. Hersteller: ABL eMH1, Mennekes AMTRON, KEBA KeContact, go-eCharger HOMEfix, openWB Series 2, Fronius Wattpilot, Heidelberg Energy Control.
- Aktueller und Ziel-Ladestand (%) — täglich 20→80% schont die Batterie. Tesla, VW, BMW, Mercedes empfehlen alle 80% als Tagesziel.
- Strompreis pro kWh — Ihr Strompreis in EUR/kWh. Bundesnetzagentur-Durchschnitt April 2026: ~0,36 €. Heimladetarif Stadtwerke München M-Strom Auto: 0,28 €. ENTEGA Strom Auto: 0,29 €. Vattenfall E-Auto-Strom Off-Peak: 0,25 €. § 14a EnWG-reduzierter Tarif (Bedingt Steuerbar): bis 0,18 €.
- Anteil aus PV-Anlage (%) — Anteil der Ladeenergie aus der eigenen Solaranlage. Mit überschussgesteuerter Wallbox + Pufferspeicher 70-90% in Sommermonaten realistisch, Jahresdurchschnitt 50-65% im typischen deutschen Einfamilienhaus.
- Ladewirkungsgrad (%) — Strom-zu-Batterie-Effizienz. AC-Default 90%. Bei Temperaturen unter 5°C kann der Wirkungsgrad auf 80-85% sinken (Kabinen- und Batterieheizung).
So funktioniert die Berechnung
Standard-Energiebilanz:
energie_in_batterie (kWh) = akku_kwh × (ziel% - start%) / 100
energie_aus_netz (kWh) = energie_in_batterie / wirkungsgrad
ladezeit (h) = energie_aus_netz / wallbox_kw
netz_kosten (€) = energie_aus_netz × strompreis
pv_ersparnis (€) = netz_kosten × (pv_anteil / 100)
endkosten (€) = netz_kosten - pv_ersparnis
Beispielrechnung mit den deutschen Standardwerten (75 kWh, 20→80%, 11 kW, 0,36 €/kWh, 50% PV, 90% Wirkungsgrad):
- Energie in Batterie = 75 × 0,6 = 45 kWh
- Energie aus Wallbox = 45 / 0,90 = 50 kWh
- Ladezeit = 50 / 11 = 4,55 h ≈ 4 h 33 min
- Netzkosten ohne PV = 50 × 0,36 € = 18,00 €
- PV-Ersparnis = 18,00 € × 0,50 = 9,00 €
- Endkosten mit PV = 9,00 € pro Ladevorgang
Bei einer Jahresfahrleistung von 15.000 km und 16 kWh/100 km werden ca. 2.700 kWh Ladeenergie pro Jahr benötigt. Beim Bundesnetzagentur-Durchschnittspreis sind das 970 €/Jahr; mit 50% PV-Eigenverbrauch 485 €/Jahr; mit Heimladestrom-Tarif Off-Peak 750 €/Jahr. Im Vergleich zu einem 6-l/100-km-Diesel bei 1,65 €/Liter (1.485 €/Jahr Kraftstoff) spart die PV+E-Auto-Kombination 1.000-1.300 €/Jahr.
Wallbox-Typen in Deutschland — 11 kW, 22 kW, DC-Schnellladung
Schuko-Notladung (2,3 kW, 10 A): Mit dem Hersteller-Notladekabel an einer Standard-Steckdose. Nur Notlösung — Schuko-Steckdosen sind nicht für Dauerladung konstruiert. Reichweitenzuwachs ca. 12-15 km/h.
11-kW-Wallbox (3-phasig, 16 A): Der deutsche Standard. Beim Netzbetreiber anzuzeigen, nicht genehmigungspflichtig. Voll-Ladung eines 75-kWh-Akkus in 7-8 Stunden. 2026 Hardware-Preise (typisch): ABL eMH1 600 €, KEBA P30 c-series 800 €, go-eCharger HOMEfix 700 €, openWB Series 2 1.050 €, Fronius Wattpilot Home 11 J 850 €.
22-kW-Wallbox (3-phasig, 32 A): Genehmigungspflichtig beim Netzbetreiber. Halbiert die Ladezeit gegenüber 11 kW. Für die meisten Privathaushalte überdimensioniert, da E-Auto in der Regel nachts mehrere Stunden steht.
DC-Schnellladung (50-350 kW): Öffentliche Netze: Ionity, EnBW HyperNetz, EWE Go, Aral Pulse, Tesla Supercharger V4. 2026 Tarife: 0,55-0,79 €/kWh ad-hoc, 0,40-0,65 € im Abo. Eine 20→80%-Ladung kostet 22-35 € — gegenüber 4-9 € zu Hause mit PV.
PV-Eigenverbrauch und E-Auto in Deutschland
Die Kombination PV + Wallbox + Speicher ist 2026 die wirtschaftlichste Konfiguration. Die EEG-Einspeisevergütung von 8,03 ct/kWh für Neuanlagen unter 10 kWp und der Importpreis von 36 ct/kWh ergeben einen Eigenverbrauchsvorteil von rund 28 ct/kWh — auf einer 10-kWp-Anlage mit 70% Eigenverbrauchsquote sind das 2.000-2.500 €/Jahr.
Überschussgesteuerte Wallboxen (go-eCharger HOMEfix mit RFID-Modul, openWB Series 2 Pro, Fronius Wattpilot Home, Mennekes AMTRON Premium) regeln die Ladeleistung dynamisch nach dem PV-Überschuss. Mit einem 7-10-kWh-Pufferspeicher (Sonnen, BYD Battery-Box Premium, Tesla Powerwall 3, E3/DC S10) lässt sich auch die abendliche Ladung mit Mittagssonne durchführen.
Was die Rechnung beeinflusst
Senkt die Kosten (positiv)
- Heimladestrom-Tarif mit separatem Zähler — 0,18-0,29 €/kWh statt 0,36 €
- § 14a EnWG-Reduktion — 60% Rabatt auf den Netzentgeltanteil bei steuerbaren Verbrauchseinrichtungen
- PV-Anlage mit Überschussladung — bis zu 70% Importpreis-Ersparnis
- PV-Speicher zur Verlängerung der Eigenverbrauchsfenster
- 0% Umsatzsteuer auf PV-Anlagen unter 30 kWp seit 2023 (gilt weiterhin 2026)
Erhöht die Kosten (negativ)
- DC-Schnellladung als Alltag — 0,55-0,79 €/kWh statt 0,18-0,36 € zu Hause
- 22-kW-Wallbox ohne Lastmanagement — Risiko von Netzbezug während Lastspitzen
- Fester Single-Tarif ohne Heimladestrom-Anschluss
Kombinieren Sie diesen Rechner mit dem Ertragsrechner, Stromsparrechner und Anlagenkostenrechner
Der Ertragsrechner liefert Standortertrag, der Stromsparrechner übersetzt diesen in Bilanzersparnis, und der Anlagenkostenrechner zeigt den installierten Preis für eine typische 8-12-kWp-Anlage in Deutschland.
Quellen
- Bundesnetzagentur — Strompreismonitoring — Strompreis-Durchschnittsdaten 2026
- Verbraucherzentrale — PV-Anlagen und Eigenverbrauch — Anlagenwirtschaftlichkeit
- Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) — Marktdaten und EEG-Vergütung
- VDE-AR-N 4100 / 4105 / DIN VDE 0100-722 — Technische Anschluss- und Installationsregeln
- Marktstammdatenregister — Anmeldepflicht Wallbox/PV